Medienmitteilung - Sachplanverfahren beim Flugplatz Dübendorf eingestellt

Sachplanverfahren beim Flugplatz Dübendorf eingestellt – Der Bund klärt das weitere Vorgehen beim Flugplatz Dübendorf. Aufgrund der stark veränderten Ausgangslage wird das Sachplanverfahren (SIL) eingestellt und die Zusammenarbeit mit der Flugplatz Dübendorf AG (FDAG) beendet. Der Bund hält aber an der Dreifachnutzung fest und wird sich am weiteren, vom Kanton Zürich geführten Prozess für die künftige Nutzung des Flugplatzes Dübendorf beteiligen. Die IG Zivilflugplatz Dübendorf NEIN begrüsst diesen Entscheid und will als eine massgebende Anspruchsgruppe konstruktiv im weiteren Prozess zur Erarbeitung einer Gesamtschau mitwirken.

Gemäss einer Medienmitteilung vom 14. Oktober 2020 sieht es der Bund resp. das UVEK aufgrund der neuen Ausganglage als nicht realistisch an, weiter am bisherigen Konzept festzuhalten. Gründe dafür sind (bereits Ende 2019 bekannt gewordene) wichtige ungelöste Fragen im Zusammenhang mit dem Planungsverfahren für die Umnutzung in ein ziviles Flugfeld (insb. eine Konzession), Sicherheitsaspekte im Luftraum, die Ablehnung des FDAG- Konzepts durch die Standortgemeinden sowie vom Kanton Zürich geäusserte Vorbehalte.

Deshalb wurde das Sachplanverfahren für die Umnutzung des Militärflugplatzes Dübendorf in ein ziviles Flugfeld eingestellt und die Zusammenarbeit mit der FDAG beendet. Die FDAG hat keinen Rechtsanspruch auf eine Weiterführung des Umnutzungsverfahrens.

Die IG Zivilflugplatz Dübendorf NEIN begrüsst den Entscheid des Bundes und ist darüber sehr erfreut. Sie sieht sich damit in ihrer kritischen Haltung zum Konzept der FDAG bestätigt und ihrem Ziel nahe, die kommerzielle Geschäftsfliegerei auf dem Flugplatz Dübendorf mit einem massiv ausgeweiteten Flugbetrieb zu verhindern. Damit bleibt die Bevölkerung rund um den Flugplatz von zusätzlichen Belastungen verschont.

Dieser Entscheid sowie der vom Regierungsrat des Kantons Zürich angekündigte Prozess öffnen damit den Weg, für den Flugplatz Dübendorf eine vernünftige, nachhaltige und breit abgestützte Entwicklung zu planen unter Einbezug der Interessen der Bevölkerung. Die IG Zivilflugplatz Dübendorf NEIN will als eine der massgebenden Anspruchsgruppen ebenfalls konstruktiv in diesem Prozess aktiv mitzuwirken.


Kontakt: Oliver Müller

Präsident IG ZFDN

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